Sebastian Thiel
Abseits des Sports » Gedichte 2

Abseits des Sports

 
Gedichte 2: Liebe und Kummer


Die Traumfrau
 
Durch den Schein einer Kerze
Sah ich weiche Konturen
Die weichen Konturen ihres Antlitzes
Des Antlitzes dieser Frau
 
Durch den Schein einer Kerze
Sah ich geheimnisvollen Glanz
Den geheimnisvollen Glanz ihrer Augen
Der Augen dieser Frau
 
Durch den Schein einer Kerze
Sah ich, was ich niemals vergesse
Nie vergesse ich ihr Lächeln
Das Lächeln dieser Frau
 
Im Schein einer Kerze
Leuchtete die Wahrheit
Die Wahrheit meines Traums



Logik

Weil wir sind wie wir sind
Verlieben wir uns ineinander

Weil wir sind wie wir sind
Trennen wir uns voneinander




Der schmale Grat

Der schmale Grat
Auf dem ich wandle
Macht mir Angst
Auf der Seite
Herunterzufallen
Auf der nicht Deine Arme sind
Um mich aufzufangen.



Vermissen
 
Nein, ich vermisse
Nicht unsere Gespräche
Niemals haben sie
Ein Problem gelöst
 
Nein, ich vermisse
Nicht unsere Zärtlichkeiten
Niemals haben sie
Uns einander näher gebracht
 
Nein, Ich vermisse
nicht unseren Sex
Niemals wurden
Unsere Erwartungen erfüllt
 
Doch ich möchte
So gerne
Nicht mehr alleine einschlafen
Sondern mit Dir Arm in Arm.



Ich dachte
 
Ich dachte Lieben würd ich
das blonde, schlanke, groß gewachsene
Mädchen aus dem Norden
 
Ich dachte Lieben würd ich
das blasse, geheimnisvolle, unbekannte
Mädchen aus dem Osten
 
Ich dachte Lieben würd ich
das feurige, gebräunte, schwarzhaarige
Mädchen aus dem Süden
 
Ich dachte Lieben würd ich
das lustige, unbefangene, einfache
Mädchen aus dem Westen
 
Ich dachte nie daran
Dich zu lieben
das Mädchen aus dem Nachbarhaus.



Vor der Tür
 
Ich kann Dich besser leiden
Als andere
Das ist der Grund, warum ich
Immer wieder anklopfte
Es dauert lange, bis man Vergeblichkeit
Begreift
Aber draußen vor der Tür hatte ich
Genug Zeit dafür.